Good Karma statt Bad Drama

 

ich bin ein sehr emotionaler Mensch. Gefühle jeglichen Koleur haben mein Leben oft bunt, aufregend und abwechslungsreich gemacht. Jedoch gibt es da auch die andere Seite. Traurigkeit, Wut und Ängstlichkeiten bestimmten auch viele meiner Tage. Ich habe mich regelrecht selbst an mir abgearbeitet und war häufig erschöpft und enttäuscht von mir selbst, dass ich dem so ausgeliefert war. Ich hatte das Gefühl, dass ich dies nicht steuern kann. Ich habe versucht mich selbst zu zwingen die Gefühle zu kontrollieren oder zu unterdrücken. Doch meine Gefühle rangierten weiter zwischen hoch und tief. Besonders frustrierend empfand ich aber, dass andere Menschen es schafften mit ihren Handlungen so in mein Energiehaushalt einzugreifen ohne dass ich etwas dagegen tun konnte und mich dies immer von dem ablenkte, was mir wirklich wichtig war .
Irgendwann hatte ich einfach die Schnauze voll. Aber so richtig. Ich hatte genug vom Hoch und vom Tief. Ich hatte es satt. In diesem Moment wurde mir klar, dass all meine Emotionen pure Energie sind. Dass meine Emotionalität nicht ein Anzeichen davon sind, dass ich total irre bin, sondern dass ich sehr viel Energie zur Verfügung habe. Ich bin Energiemillionär. Toll! Das Problem war, dass ich mich wie so viele Lottomillionäre verhielt, die, wenn sie auf einmal so viel Geld auf dem Konto haben, alles in kürzester Zeit durchbringen und hinterher weniger haben als vorher. Deshalb war ich so erschöpft. Ich nahm sogar Energie Kredite auf, ich gab ab, obwohl ich eigentlich gar nichts hatte. Also machte ich einen Kassensturz: In welchen Momenten gab ich die meiste Energie aus? Und welche Reaktionen von anderen Menschen verleiten mich dazu mein Konto leer zu räumen? Mit diesem Verständnis würde ich mir in den Momenten tiefer Emotion bewusst, dass ich eine Entscheidung treffen konnte. wofür gebe ich meine Energie aus?

Und hier meine 4 Tipps wie ich mein Konto in Balance halte:

Haushaltsbuch führen:
Morgens nehme ich mir ein paar Minuten Zeit meinen Energiehaushaltsplan aufzustellen: In welche Projekte und Begegnungen sollen heute meine Reichtümer fließen ? Was für eine geistige Haltung möchte ich anderen Menschen gegenüber einnehmen und wo möchte ich bewusst unterstützen? Wie möchte ich mich fühlen?
Abends nehme ich mir Raum eine kleine Billanz zu ziehen: Waren meine Energie Investments gut ausgesucht? Habe ich meine morgendlichen geistigen Entscheidungen eingehalten?

Einzahlungen leisten:
Ich habe die roten Zahlen meines Kontos im Blick, sobald ich spüre, dass ich mich erschöpft, abgelenkt oder emotional fühle, leiste ich Einzahlungen. Meine Einzahlungen die mein Konto wieder auffüllen sind: Eine lange Meditation oder Pranayama-Sitzung, ein Garant für einen vollen Kontostand. Ein Ausflug in die Natur. Einen Schweigetag oder Schweigestunden einlegen, ohne Kommunikation , auch keine sozialen Medien, SMS, Mails oder anderes. Eine Asanapraxis mit langem Halten der Yogapositionen mit Affirmationen. Und viele weitere, diese Einzahlungen können natürlich individuell auch verschieden sein. Vielleicht sind es bei Dir ganz andere.

Ausgaben überwachen:
Gerade im Bezug auf andere Menschen gebe ich gern aus ohne darauf zu achten, deshalb fahre ich eine Ausgabenkontrolle. Die erste Frage, die ich mir stelle ist immer: Ist das überhaupt mein Konto um das ich mir gerade Gedanken mache oder investiere ich in fremde Projekte? Wir machen uns viele Gedanken über Dinge, die uns eigentlich gar nix angehen. Der hat das gemacht, der hat das gesagt, dieser Mensch verhält sich falsch oder richtig. All die Energie die hier abfließt, weil wir uns in fremde Investments einmischen sind große Einsparpotentiale, da sie eh unserem Kontostand nix bringen. Aber auch wenn ich zum Beispiel Gedanken identifiziere, die mich früher wütend gemacht haben, weil jemand sich nicht so verhält wie ich das möchte oder seine Absichten nicht meinen Werten entspricht investiere ich nicht mehr in diese Gefühle , damit ich schlechter Energie nicht noch gute hinterher werfe. Ich habe beschlossen, dass sich jeder erst einmal in meiner Umgebung so verhalten darf wie er will, wenn dieses Verhalten nicht meinen Bedürfnissen entspricht oder meine Grenzen überschreitet muss ich nicht sauer sein, weil ich selbst entscheiden kann, ob ich diesem Verhalten Aufmerksamkeit und damit Energie schenke. In den meisten Fällen kann ich mich dann entscheiden diese Achtung lieber meinen Bedürfnissen zu widmen oder ohne Stress eine Grenze zu setzen und ein tolles NEIN zu  kreieren.

Langfristige Anlagestrategie checken 
Für meine Zufriedenheit ist es wichtig, dass ich meine Ziele privat und beruflich umsetze, weil ich einen Beitrag leisten will. Insgeheim will das jeder Mensch. Im Yoga sprechen wir hier von Dharma und dies ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen. Und dieses Bedürfnis umfasst Themen wie: Was ist mein Beitrag für diese Welt? Wie möchte ich mein Leben gestalten? Gibt es eine höhere Aufgabe, die es zu erfüllen gibt, warum ich genau hier hinein geboren bin? Lese Dinge für mich zu beantworten bleibt ein lebenslanger Prozess. Die Antworten, die ich mir hier gebe baue ich in meine jährliche, wöchentliche und tägliche Planung ein und schaue, dass meine alltäglichen kleinen Schritte mich genau zu diesen Zielen führt. Das klappt manchmal gut und manchmal weniger gut, doch der Weg ist klar, so dass gelegentliches Straucheln mich trotzdem nicht vom Weg abbringt.  Auch wenn ich mal wieder auf eine Dramablase hereingefallen bin oder der Kurs an meiner Energiebörse unverhofft fällt hilft mir das Verbinden mit meiner Aufgabe in dieser Welt wieder auf den richtigen Kurs.
Ich wünsche Dir gute Aktien und immer ein volles Portemonnaie.

Chandrika Jessica
Gern tausche ich mich mit Dir aus, schreibe mir einfach unter info@samtosha.de

Buchtipps:
Byron Katie, Was wäre ich ohne meine Drama?
Swami Sivananda, Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung
Sharon Gannon und David Life, Jivamukti Yoga
Ina Rudolph, Auf ins fette pralle Leben

1 Comment

  1. Liebe Jessica!
    Sehr schön geschrieben… Besonders für „Ex-Banker“ sehr gut nachvollziehbar!
    Vielen Dank!!
    Alles Liebe und herzliche Grüße
    Von Ute (+Michael)

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