Ja!

 

Ein neues Jahr ist gestartet. Mit neuen Vorsätzen, Plänen und Gedanken, was das Jahr 2015 so bringen könnte. Neue Hoffnungen auf neue Lebensabschnitte, glückliche Momente und visionäre Ziele erstrahlen zum Jahresanfang unseren Geist. Das prickelnde Gefühl uns im Jahr 2015 endlich wohlzufühlen und zufrieden zu sein ist unser Motor für diesen Neuanfang. Vielleicht werden uns auch nochmal die schmerzlichen Momente des Jahres 2014 bewusst. Das möchten wir nicht noch einmal erleben! Die Erinnerungen an diese Erlebnisse scheinen frisch.
Der Geist neigt dazu, sich an das Negative sehr lebendig zu erinnern. Dieser Mechanismus des Geistes ist in vielen Situationen unserer Evolution sehr wichtig gewesen: Negative Erfahrungen im Gedächtnis zu halten, um uns vor Gefahren zu schützen, wie z.B. dass Feuer zu Verbrennungen führen kann. Falls wir uns einmal verbrannt haben, meiden wir mit Sicherheit beim nächsten Mal den Kontakt mit dem Feuer. Damit wir nicht Gefahr laufen, die gleiche Verletzung noch einmal zu erleiden, wird der Geist uns schon beim Anblick des Feuers negative Gefühle und Erinnerungen senden. So richten wir häufig, wenn wir den Geist nicht erziehen, unsere Wahrnehmung auf Dinge und Zustände aus, die uns negative Gefühle machen.
Unser Sein sehnt sich jedoch meist nach einem anderen Zustand. Das Gefühl der Zufriedenheit, der Belohnung und der positiven Wahrnehmung. Jedoch sehen wir in der Welt zu wenig Gelegenheiten, diesen Gefühlen zu fröhnen, weil wir denken, dass uns das Leben eben nicht genug Erlebnisse sendet, die diese Gefühle in uns auslösen. So setzen wir den Focus auf das Leid und den Schmerz. Doch können wir uns auf unsere Wahrnehmung verlassen? Sind wir wirklich sicher, dass wir dieses Ereignis richtig wahrnehmen und bewertet haben?
Wissenschaftler haben berechnet, dass in jedem Augenblick ca. elf Millionen Bits an Eindrücken von außen auf uns einströmen. Unser Nervensystem filtert jedoch einen Großteil der Informationen heraus. Es werden 99,998% der Realität nicht wahrgenommen. Kann man da noch von einer objektiven Sichtweise sprechen? Unser Geist nimmt eben zu großen Teilen nur das wahr, was wir erwarten. Wenn wir jetzt also unbewusst unseren Geist ohne weitere Beeinflussung immer zu den negativen Erinnerungen fließen lassen, sind unsere Wahrnehmungsfilter wohl auf was ausgerichtet? Klar, auf weitere negativ empfundene Erlebnisse mit unserer Umwelt. Was wäre aber, wenn wir die restlichen 99,998 % mal an uns heran lassen würden? Oder zumindest einen kleinen Bruchteil dessen? Was wäre wenn uns diese veränderte Sichtweise positive Gefühle zu diesen Erlebnissen aufzeichnen könnte? 99,998 % sind schon eine große Chance dass andere Facetten möglich sind.
Im Yoga gehen wir davon aus, dass der Geist erziehbar und somit unsere Wahrnehmung lenkbar ist. Und das mit einem einfachen Trick: Richte Deine Aufmerksamkeit auf das, wie Du Dich fühlen möchtest. Nimm die kleinsten Ereignisse wahr, die Dir ein Gefühl von Zufriedenheit, Glück und Belohnung schenken. Die Verkäuferin in der Bäckerei hat Dich angelächelt oder mit einer besonders netten Geste begrüßt? Fröhne diesem Gefühl nach. Laß diesen Moment nicht einfach vorbeiziehen, widme ihm Deine volle Aufmerksamkeit. Halte inne, erinnere Dich daran, immer wieder. Tauche voll ein. Es geht hier nicht darum negative Gedanken zu bezwingen, sondern den Focus zu ändern.
Yoga entspringt der tantrischen Philosophie und diese setzt den Focus auf eine geistige Ausrichtung: Ja! Ich sage ja!

Welche positiven Gefühle hast Du heute mit einem JA begrüßt?

Gern tausche ich mich darüber mit Dir aus: Schreib mir unter info@samtosha.de

Einen entspannten Tag wünscht Dir
Jessica Chandrika

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s